Die Ernährung

Die Ernährung ist der wichtigste Aspekt neben den Haltungsbedingungen einer Kornnatter, in der freien Natur ist der Speiseplan sehr groß . Dort werden Vögel, Amphibien, andere Reptilien und Eier der Vögel gefressen. In der Terrariumhaltung ist das nicht möglich, was aber nicht weiter problematisch ist, höchstens Jungtiere verweigern als mal die Nahrung. Das Hauptfutter stellen Mäuse passender Größe dar, die man beim Züchter kaufen kann. Alternativ können auch mittelgroße Ratten, Hamster oder Hühnerküken gefüttert werden. Ab und zu kann man auch Eier anbieten, aber Kornnattern sind darauf nicht so spezialisiert wie (Eierschlangen), und verfügen nicht über zahnähnliche Fortsätze an den vorderen Halswirbeln, mit der sie das Ei öffnen und die Schale rauswürgen können. Statt dessen zerbrechen sie die Eier mit Muskelkraft und scheiden die Schale mit dem Kot aus. Die Futtertiergröße richtet sich nach der Schlange, man unterscheidet die Mäuse in 4 Varianten: Pinkies— nackte Babymäuse
Speckies ----leicht behaarte Babymäuse
Springer----behaarte Jungmäuse
und ausgewachsene Mäuse


Schlüpflinge werden mit Pinkies gefüttert, mit etwa 2 Monaten kann man Ihnen dann Speckies anbieten, ab etwa einer Größe von 50 cm füttert man dann Springermäuse. Mit einer Länge von 70 cm sind die Schlangen dann in der Lage normale Mäuse zu fressen. Man sollte nicht unnötig große Tiere verfüttern da sie das Verdauungssystem der Schlange belasten und das zu Erbrechen führt, lieber etwas kleinere Tiere füttern.




Tot oder lebendig

In der freien Natur erbeuten die Schlangen natürlich lebendig und erdrosseln ihre Beute dann, es ist aber nicht jedermanns Sache eine lebende Maus zu verfüttern und es birgt auch das Risiko das die Maus die Schlange beißt und es zu ernsthaften Verletzungen kommen kann, darum ist es nicht notwendig mit lebenden Tieren zu füttern. Man sollte natürlich beachten das tiefgefrorene Tiere vor dem Verfüttern vollständig aufgetaut sind.



Fütterungsabstände

In der Freiheit fressen die Tiere auf Vorrat, das heißt sie fressen immer dann wenn sich es anbietet, es kann dann auch mal vorkommen das sie eine Fresspause einlegen müssen weil nichts Fressbares sich anbietet. Darum ist es bei der Terrariumhaltung nicht ratsam zu sagen ich füttere sie bis sie von alleine nichts mehr will, sie würde nur verfetten und haben dadurch eine kürzere Lebenserwartung.
Richtwerte für die Fütterung:

- Jungschlangen alle 5- 7 Tage
-halbwüchsige Schlangen alle 7- 14 Tage
- adulte Kornnattern alle 14- 28 Tage
Tiere die krank sind oder trächtige Weibchen können natürlich öfter gefüttert werden oder weniger wie das Tier es verträgt. Bei einer gut ernährten Schlange schadet auch eine Fresspause von 4- 8 Wochen nichts. Es ist auch ratsam Buch über die Fütterung, die Häutung; Paarung oder Ähnliches zu schreiben dann lässt sich als Rückschlüsse oder Verhaltensänderungen eindeutig erkennen.



Die Fütterung

Es ist abhängig von der Fütterung der Tiere als solches, werden tote Tiere gefüttert, sind mehrere Schlangen im Terrarium. Ist das der Fall ist es ratsam bei der Fütterung zu trennen , verbeißen sich nämlich 2 Schlangen in das selbe Futtertier kann das die Folge haben das eine Schlange von der anderen mit verschlungen wird. Trennt man die Tiere nicht muss man bei der Fütterung dabei bleiben auch danach weil die Tiere als noch nach der Beute riechen und dann gerne noch attackiert werden. In solch einen Fall muß man sofort eingreifen in den man das Maul mit leichtem Druck öffnet, bei großen Schlangen hält man sie am besten unter Wasser. Wenn man Lebendfutter verfüttert sollte man so lange dabei bleiben bis die Schlange die Maus erdrosselt hat, damit man keine ungebetenen Gäste im Terrarium hat. Das könnte zur Folge haben das die Schlangen von der Maus angeknabbert werden. Bei einer toten Maus ist das alles Problemloser , man kann sie mit einer Pinzette der Schlange vorhalten oder auf einen Ast oder Stein legen. Man sollte bei der Fütterung auch etwas auf seine Finger achten, die Schlange riecht das Futtertier an den Händen und es kann zu einem Biss kommen, der zwar bei einem großen Tier sehr schmerzhaft aber nicht gefährlich ist. Mit Ausnahme von Babymäusen wird eine Maus von der Schlange attackiert und blitzschnell umwunden , dann zieht die Schlange immer fester zu das Herz- Kreislaufsystem des Beutetier versagt. Wenn die Maus sich nicht mehr regt lockert die Schlange den Griff und fängt an die M aus zu verschlingen mit dem Kopf voran. Selten sieht man das sie verkehrt herum anfangen. Wenn die Schlange den Kopf der Beute im Maul hat greifen die linke und rechte Zahnreihen und schieben den Körper in den Schlund. Bei dem Schlingvorgang dehnt sich der Körper so weit das die unter den Schuppen liegenden Hautschicht sichtbar wird. Damit die Verdauung optimal verläuft ist dann eine geeignete Temperatur wichtig. Ein paar Tage später wird dann der Kot ausgeschieden und man weiß das die Schlange verdaut hat.




Zwangsfütterung und Verweigerung

Verweigerung kann verschiedene Ursachen haben und es muß nicht unbedingt krankhaft sein. Zu den natürlichen Fresspausen zählen:

--Paarungszeit bei den Männchen
–Trächtigkeit des Weibchen
– Häutungsphase

–Winterruhe

diese Futterpausen sind nicht tragisch und gefährden die Schlange auch nicht.

Mögliche Ursachen wenn die Schlange nicht frisst:

– zu kühle Haltung
– Stress
– Zu häufiges Herausnehmen
– Terrarium zu klein oder bei Jungtieren zu groß, da sie die Beute schwerer finden
– Größe der Futtertiere


Wie kann man eine Kornnatter zum Fressen bringen:

– mehrere Tage in Ruhe lassen und dann störfrei anbieten
–Wechsel von weiß zu brauner Maus oder umgekehrt
–wenn sie tote Mäuse verweigern mit Lebendfutter probieren
– in manchen Fällen hat das öffnen der toten Maus zum Erfolg geführt
– einreiben der Babymaus mit einer erwachsenen Maus
– bei Jungtieren kann auch der Wechsel zu frisch geschlüpften Zebrafinken zum Erfolg führen

Die Zwangsfütterung ist aber immer mit Stress verbunden und sollte immer als letzte Lösung genommen werden, es stellt sich auch die Frage ob die Kornnatter nicht einen genetischen Defekt hat wenn sie über einen längeren Zeitraum nicht frisst .Jungschlangen sollten nach 6- 8 Wochen zwangsgefüttert werden, semiadulte und adulte muß einzeln entschieden werden, dabei ist es ratsam ein Veterinär zu Rate zu ziehen oder ein erfahrener Schlangenhalter. Man sollte bei Zwangsfütterung auch die Beute etwas kleiner halten als man vorher gefüttert hat, da der Magen durch die lange Futterverweigerung sich verkleinert hat. Bei der Zwangsfütterung fixiert man den Kopf und öffnet das Maul vorsichtig und schiebt mit dem Kopf voran das Futtertier in den Schlund der Schlange, es ist darauf zu achten dass keine Nahrung in die Luftröhre gelangt , danach wird die Maus hinunter massiert bis etwa zum Ende des ersten Drittel das ein Auswürgen vermieden wird. Bei sehr abgemagerten Kornnattern füttert man Fleischbrei über eine Magensonde oder Plastikspritze. Aber man sollte das immer mit Absprache des Tierarzt tun.



Trinken

Kornnattern trinken sehr unregelmäßig und man kann es selten sehen auch baden sie sehr selten. Am häufigsten kann man sie nach dem Fressen beim Trinken sehen. Gründe für ein häufiges Baden können Milben oder zu hohe Temperaturen sein.



Vitamine und Mineralstoffe

Kornnattern die mit Lebendfutter gefüttert werden benötigen keine Vitamin- Mineralstoffe, auch Frostfutter verliert sehr wenig . Sollte es doch erforderlich sein tropft man es am besten auf das Beutetier, am besten auf den Schwanz so nehmen die Schlangen den Geruch nicht gleich wahr.