Der Körperbau
Schlangen haben einen gliederlosen Körper bei dem Kopf, Rumpf und Schwanz
unterschiedlich sind. Außer dem Schädel besteht die Schlange nur aus Wirbeln und
Rippen. Die Rippenpaare beläuft sich auf 200 Stück , die der Wirbel sogar über
300. Der Körper der Schlange ist sehr flexibel und der Oberkiefer nur locker mit
dem Kopf verbunden, der Unterkiefer besteht aus 2 Hälften, die man
Unterkieferäste nennt. Die Zähne sind spitz und nach hinten gebogen da sie zum
festhalten der Beute dienen. Die Zähne der Kornnatter nennt man aglyph. Das
bedeutet das die Kornnatter keine Giftzähne hat , die ausgefallenen Zähne werden
immer wieder ersetzt. Die inneren Organe ähneln anderer Wirbeltiere sie sind nur
in die Länge gezogen. Das Männchen verfügt über ein Fortpflanzungsorgan, den
sogenannten Hemipenis, von der er 2 besitzt, bei der Fortpflanzung kommt aber
nur einer zum Einsatz.
Größe und Alter
Kornnattern wachsen ihr Leben lang, die Hauptwachsphase ist allerdings nach den
ersten 3 Jahren abgeschlossen. Die durchschnittliche Länge beträgt zwischen 1
Meter und 1,40 Meter. Es soll aber auch Ausnahmen geben die über 1,50 Meter
wurden. Jungschlangen sind bei der Geburt zwischen 20 und 30 cm lang. Das
Wachstum der Tiere ist abhängig von der Fütterung und den Haltungsbedingungen (
Temperatur). Eine übermäßige Fütterung führt allerdings zu kürzeren Lebenszeiten
und Fortpflanzungsprobleme. Kornnattern werden in Terrarien älter als
wildlebende und können bis zu 15 Jahren und älter werden.
Das Schuppenkleid
Wie alle Echsen verfügt die Kornnatter über Schuppen die wie Dachziegel
angeordnet sind, sie die Haut ist trocken und warm. Die Beschuppung ist nicht
einheitlich am ganzen Körper, weil sie im Bauchbereich vergrößerte Bauchschilde
hat zwecks Fortbewegung auf dem Boden und im Geäst. An der Kopfbeschuppung
unterscheiden sich die meisten Arten , dort gibt es 12 verschiedene Schuppen ,
die Parietale, Frontale, Präfrontale, Interasale, Rostrale,
Pränasale,Postnasale, Supranasale, Loreale, Präoculare, Postocularia und
Temporalia.
Sinnesleistungen
Die Schlange hat ihren Geruchssinn durch die gespaltene Zunge, sie züngelt mit
geschlossenem Maul durch eine Spalte am Oberkiefer und nimmt dabei
Geruchspartikel auf. Diese werden im Gaumendach liegendem Jakobsonschen Organ
ausgewertet, da die Schlangenzunge gegabelt ist und 2 Spitzen hat, ist es der
Schlange möglich sich räumlich zu orientieren, sie sind in der Lage sich bei
völliger Dunkelheit zu orientieren. Aktive Kornnattern züngeln häufig, sie
riechen beim Züngeln ob sie einen Feind (Beutetier) oder einen
Geschlechtspartner vor sich haben. Sie züngeln vor allen Dingen bei der
Fütterung oder wenn sich jemand vor dem Terrarium bewegt bzw. wenn sie
herausgenommen werden. Der Sehsinn ist bei den Schlangen unterschiedlich
ausgeprägt eine Kornnatter sieht bewegende Objekte gut, weil sie trotz der
seitlichen Augen binokularisch sehen und somit die Entfernung der Beute
abschätzen. Der Hörsinn der Schlangen ist unterentwickelt, sie sind weitgehend
taub. Allerdings verfügen sie über ein gut ausgebildetes Innenohr das sie
Bodenvibrationen wahrnehmen lässt.